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Interview mit Gaetano Posterino im Kulturmagazin XAVER

Veröffentlicht am 20.09.2019

„Tanz ab“ – das heißt es auch in diesem Herbst wieder, wenn die Reihe „imPULS“ in die zweite Runde geht. Vor einem Jahr mit dem Ziel gestartet, die Region um die Facette des zeitgenössischen Tanzes zu bereichern, die vielfältige Tanzszene sichtbarer und das regionale Tanz- und Kulturbündnis enger zu knüpfen, lautet das Fazit bereits jetzt: Das Konzept kommt an! Und so dürfen sich alle Tanzbegeisterten und jene, die bereit sind, sich vom Tanzfieber anstecken zu lassen, auf ein buntes Programm freuen. Durch die finanzielle Unterstützung von Tanzland, einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes in der Projektträgerschaft des Dachverbands Deutschland e. V., kann die Kooperation mit der Tanzcompagnie des Choreografen Gaetano Posterino auch in diesem Jahr fortgeführt werden. Am 12. Oktober gastiert die Posterino Dance Company in der Aalener Stadthalle und bringt zeitgenössischen Tanz auf die Bühne.

Workshops, eine Ausstellung, eine Filmvorführung und eine Podiumsdiskussion machen die Reihe komplett, sorgen für Mitmach-Angebote und fördern den lebhaften Diskurs über eine darstellende Kunst, die als Innovationsmotor gilt.
 
Nachgefragt bei GAETANO POSTERINO // Künstlerischer Leiter und Choreograf der Posterino Dance Company
 
XAVER: Wie haben Sie die Reaktion des Publikums auf die Premiere der „imPULS“-Reihe im letzten Jahr wahrgenommen? Ist der Funke übergesprungen?
 
Gaetano Posterino: Dem Staunen des Publikums nach zu urteilen hat das geklappt, ja. Ich denke, viele haben so etwas in dieser Art noch nie gesehen. Diese spannende Mischung aus klassischen Spitzenschuh-Einlagen mit intensiver Bodenarbeit. Wir haben ein Kaleidoskop von Tanz gezeigt und nach und nach ist das Eis zwischen dem Zuschauerraum und der Bühne geschmolzen – und schmilzt weiter. Wir kommen also gerne wieder!
 
X: Mit „What if“ und „Zwischen Himmel und Dir“ feiern zwei Stücke Premiere in Aalen. Überwiegt die Aufregung oder die Freude?
 
GP: Für die Tänzer ist eine Premiere natürlich immer mit einem besonderen Reiz verbunden – das ist ein echter Kick. Auch ich bin natürlich aufgeregt und drücke die Daumen, dass alles reibungslos klappt. Wir sind aktuell fleißig am Proben, allerdings im Studio und nicht vor Ort. Wir müssen uns dann in relativ kurzer Zeit mit den Gegebenheiten der Stadthalle vertraut machen. Dabei darf man uns übrigens auch zuschauen, bei der öffentlichen Probe am Abend vor der Premiere, ab 17 Uhr … Unabhängig von den gezeigten Stücken muss ich auch wirklich betonen: Es lohnt sich einfach, diese Tänzer zu sehen! Sie verdienen es, gesehen zu werden, denn meine aktuelle Truppe ist absolut exzeptionell. Das ist höchste tänzerische Qualität.
 
X: Warum sollte man sich auf zeitgenössischen Tanz einfach mal einlassen? Als Zuschauer oder vielleicht auch im Rahmen eines Workshops?
 
GP: Jeder, der beispielsweise an einem Workshop teilnimmt, erweitert damit einfach seinen eigenen Horizont. Es lohnt sich immer, ab und zu mal ins kalte Wasser zu springen und seine Komfortzone zu verlassen. Das macht die Seele reicher! Tanz bringt Menschen zusammen, schafft einen urteilsfreien Raum, der eine ganz andere Art der Kommunikation zulässt. Auch wenn man sich eine Aufführung von zeitgenössischem Tanz anschaut, ist das kein passives Draufschauen. Man erlebt das ganz aktiv, weil die Tänzer durch ihre Bewegung in Kommunikation treten mit dem Publikum. Das ist eine tolle Energie.
 
Mehr hierzu und über das umfangreiche Programm rund um den zeitgenössischen Tanz hier.
 
Tickets für “What if “ und “Zwischen Himmel und Dir”
Theater Leo17 München, 5. Oktober hier
Stadthalle Aalen, 12. Oktober hier
Jeweils Ermäßigungen und Abendkasse.
Interview mit Gaetano Posterino im Kulturmagazin XAVER