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Presseartikel: "Was die Künste verbindet"

Veröffentlicht am 16.10.2018

Die Schwäbische Post berichtet über die Podiumsdiskussion "Theater trifft Oper trifft Tanz" in Aalen :

Was haben die drei Künste Theater, Tanz und Oper gemeinsam, was trennt sie? Glasklar zu beantworten ist diese Frage nicht – das zumindest wurde deutlich am Freitagabend bei dem Podiumsgespräch „Theater trifft Oper trifft Tanz“ in der Stadthalle Aalen. Gemeinsam näherten sich der Ulmer Intendant Kay Metzger, der Aalener Intendant Tonio Kleinknecht und der Choreograf Gaetano Posterino unter Moderation der Theaterwissenschaftlerin Miriam Althammer von der Universität Bayreuth der Beantwortung der Frage an.

Voran stellte Miriam Althammer dem Gespräch einen kurzen Exkurs über die Geschichte der Sparten an den Theatern. Im 19. Jahrhundert noch klar getrennt, sind laut Althammer die Grenzen zwischen den Sparten im 20. Jahrhundert immer durchlässiger geworden bis hin zum interdisziplinären Arbeiten im 21. Jahrhundert. Das sei ein „viel diskutiertes Thema“ geworden, so Althammer. Tanz gelte aber in jedem Fall als Motor der darstellenden Künste, so die Wissenschaftlerin.
 

Die Lust am Experimentieren

Tonio Kleinknecht berichtete in diesem Zusammenhang von seiner ersten Begegnung mit einem interdisziplinären Projekt schon während seines Studiums bei einem Wildgruber-Inszenierung. Die Lust auf den Austausch habe das Theater auf jeden Fall, Schritte in diese Richtung habe man bereits mit dem „Faust-Experiment“ getan, so Kleinknecht, das man mit einem Tänzer auf die Bühne gebracht habe.
Die Lust am Experimentieren treibe auch ihn an, so Choreograf Gaetano Posterino. Er komme zwar vom klassischen Ballett, verbinde diesen aber mit zeitgenössischem Tanz und Elementen des Theaters und der Oper. „Einer meiner Tänzer wird sogar eine Arie singen“, griff Posterino auf den der Diskussion folgenden Ballettabend vor. Über die Bühne zu kommunizieren und so aus der „Komfortzone“ zu gehen sei ihm ein wichtiges Anliegen. Alle drei Sparten zeichne aus, dass sie Qualitätsprodukte seien.
 

Tanz als nonverbale Kunst

Auch der neue Intendant des Ulmer Theaters Kay Metzger schätzt interdisziplinäres Arbeiten zwischen den Sparten. Tanz als nonverbale Kunst nehme angesichts der gesellschaftlichen Veränderungen eine immer wichtigere Rolle ein. Momentan finde sich allerdings in Ulm erst ein komplett neues Ensemble ein, das noch etwas Zeit brauche, bis man interdisziplinär arbeiten könne.
Wie es überhaupt zu der Zusammenarbeit mit der Posterino Dance Company und zum ersten Aalener Tanzfestival gekommen ist, erklärte Uta Singer vom Aalener Kulturamt. Man habe bei Tanzland für die Tanzreihe „imPuls“ mit der Posterino Dance Company gestellt und eine Förderung erhalten. Kulturamtsleiter Roland Schurig verwies im Zusammenhang damit auf die Literaturreihe „wortgewaltig“ und den Bau des Kulturbahnhofes, wo es dann sicher auch Tanz zu sehen gebe.
Sabine Reich vom Förderverband Tanzland skizzierte die Intention der finanziellen Unterstützung für Projekte wie „imPuls“. Ziel ist es, Tanz in kleinere Städte zu bringen, in denen es keine Ensembles gibt und diesen dort als einen der Künste zu etablieren.
 
 
 
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