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Gaetano Posterino in Interviews zu seinem Stil...

 

... und dessen historischen Prägungen

 

Dagmar Oltersdorf für die Schwäbische Post vom 01.09.2018:

Wie würden Sie Ihren und den Stil der Company beschreiben?

"Grundlage ist der klassische Spitzentanz, allerdings unter Einbindung moderner Elemente hin zu einem zeitgenössischen Stil. Das ist für Tänzerinnen und Tänzer eine große Herausforderung. Es geht nicht nur um den körperlichen Ausdruck einzelner Personen, die Werke sind vielmehr mehrdimensional und abstrakt. Dafür ist der Dialog mit den Tänzern, aber auch den beteiligten Musikern so wichtig."

Ist klassisches Ballett in Reinform denn aus der Mode gekommen?

"Nein, das ist nicht out. Ich habe auch Klassiker des Balletts wie 'Dornröschen' und ein 'Schwanensee'-Extrakt modern auf der Bühne inszeniert. Ich betrachte es als Innovation, aus Altem Neues zu machen, habe aber auch die Verpflichtung, die Tradition zu wahren."

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Malve Gradinger für den Münchner Merkur vom 09.12.2015:

Herr Posterino, Sie arbeiten sichtbar in einem neoklassischen Stil, der jedoch durch frei aus dem Körper schwingende Bewegungen modern „ent-spannt“ wird. Wenn Sie die Tanzsequenzen vormachen, ist es ein bisschen so, als ob Sie sich sanft durch Wasser bewegten. Eine Figur, eine Geste gleitet in eine andere über, scheinbar so ganz ohne jede Anstrengung. Wer oder was hat sie geprägt?

"Meine rumänische Lehrerin Magdalena Popa, ihr kreativer Umgang mit der russischen Waganowa-Unterrichtsmethode. Als Ballerina war sie in Bukarest, aber auch international ein Star. In den frühen 80er Jahren ging sie als Ballettmeisterin und „Principal Coach“ zum National Ballet of Canada, in dessen angegliederter Schule ich ausgebildet wurde. Ein weiterer Einfluss waren Choreografen wie Jirí Kylián, Mats Ek, Nils Christe, Stephan Thoss, Richard Wherlock, deren Stücke ich getanzt habe. Mein Land, die Energie Italiens mag auch eine Rolle spielen. Und dann hat sich wohl in den Jahren, in denen ich Hauschoreograf am Hessischen Staatstheater Wiesbaden und am Theater Augsburg war, mein „versatiler“ Stil entwickelt."

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Reutlinger Generalanzeiger vom 12.10.2005:

Die Tanzkompanie des Staatstheater Wiesbaden ist eine klassische Ballettkompanie. Sind Sie als Choreograf der Ballettklassik verpflichtet?

"Der klassische Spitzentanz ist eine höchstentwickelte Bewegungstechnik, die den Tänzern eine perfekte Körperbeherrschung und Eleganz ermöglicht. Diese Technik ist die Grundlage meiner Arbeit, wurde und wird von mir aber als Bewegungsvokabular beständig unter Einbindung von modern-contemporary Elementen zu einem eigenen 'versatilen' und zeitgenössischen Stil hin weiterentwickelt.

Überhaupt nicht 'klassisch', sondern zeitgenössisch ist hingegen auch das Konzept meiner Stücke. Obwohl es einen konkreten Inhalt gibt, ist dessen Umsetzung in Tanz und Bewegung nicht wie im klassischen Ballett einzeln handelnden Personen zugeordnet, sondern mehrdimensional oder abstrakt, aber dennoch sinnvoll im Kontext angelegt."

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Enzo Magaró für il Quotidiano vom 04.12.2004:

Unter den verschiedenen Choreografen und den verschiedenen zeitgenössischen Stilen, welchem kommst Du am nächsten?

„In einem Stil gibt es viele Aspekte, ich schaffe es, eher moderne und auch Stücke mehr aus der klassischen und neo-klassischen Richtung zu kreieren. So kann ich sagen, ich mache ein bisschen von allem etwas, weil ich an der Seite von vielen Choreografen gearbeitet habe. Aber ich denke, dass mein Stil keinem anderen gleich kommt. Er ist eine Tanzrichtung, die ich seit sechs Jahren verfeinere. Dabei versuche ich, einen bestimmte Art an Qualität zu erreichen. Nicht nur physisch, auch charakterlich und persönlich. Mich interessiert nicht nur der Körper eines Tänzers, sondern auch was er auszudrücken hat und was man aus ihm herausholen kann. Deshalb ist ein Choreograf ein solcher, wenn er es schafft, auch mit Menschen zu kreieren, bei denen es schwierig ist, die Essenz heraus zu ziehen. Das ist mir sehr oft passiert.“

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